Also nach  derzeitiger  Rechtslage werden  Wehrpflichtige (Ungediente,
Reservisten d.R.)  im  Spannungs-  bzw.  Verteidigungsfall  zum  unbe-
fristeten  Wehrdienst  einberufen.  Soldatsein  bis  der Krieg  zuende
ist.

Anerkannte   Kriegsdienstverweigerer   werden   im   Spannungs-   bzw.
Verteidigungsfall   zum   unbefristeten   Ersatzdienst   herangezogen.
Zivildienstleistende  zum  unbefristeten  Zivildienst  und  "offiziell
anerkannte   Ziviablehner"   (oder   wie   sollte   man   das   "Freie
Arbeitsverhaeltnis" der  zumeist  Zeugen  Jehovas  sonst  nennen?!) zu
einen unbefristeten Freien Arbeitsverhaeltnis.

Zivildienst darf bekanntlich  nur derjenige  leisten, der  nach Art. 4
Abs. 3 Grundgesetz ("Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst
mit der  Waffe  gezwungen  werden.")  den  Kriegsdienst  mit der Waffe
verweigert.

Das "Freie  Arbeitsverhaeltnis"   wurde eingefuehrt,   weil bundesweit
u.a. die  "Zeugen  Jehovas"  lieber   in  das  Gefaengnis  liefen  als
ihrer Glaubensueberzeugung zu  widersprechen. Zivildienst   ist nunmal
Teil der Kriegsfuehrung, wenn man naeher hinter die Kulissen schaut.

Anfangs wird  es so  aussehen, das  nur Wehrpflichtige  an die Fronten
gezogen  werden.  Nach   Recherchen  in  diesem   Thema  und  mit  der
Aufschluesselung  der    modernen  Kriegsfuehrung    kann  man   davon
ausgehen, das  zuerst  nur  Soldaten   das  Bild  dominieren  und  die
Regierung versuchen  wird,   Zivildienstleistende   in   der  sozialen
Betreuung zwangszuverpflichten.

Eine  Etappe     weiter,   wenn     die  Kriegsfuehrung     (z.B.  die
Soldatenstaerke der sogenannten Aggressoren  vielfach hoeher liegt) es
erfordert,  werden   Zivildienstleistende  zu   Hilfsdiensten  in  der
Bundeswehr verpflichtet.

Ermoeglicht  wird    dies  unter    anderem   durch   die   Definition
im Grundgesetz, wonach niemand gegen   sein Gewissen zum "Kriegsdienst
mit der Waffe"  gezwungen werden   darf. Davon,  das der  Kriegsdienst
ohne Waffe   verboten   ist,   steht   nirgendwo   etwas.   Daher  ist
keineswegs ausgeschlossen, das ZIVIS im Ernstfalle an forderster Front
Verwundete und    Leichen     bergen,      Schuetzengraeben   ausheben
muessen   oder Notpflegepersonal in militaerischen  Sanitaetsstationen
darstellen, denn dazu benoetigt man keine Waffe.

Fazit:  Ein     Zivildienstleistender   ist     wohl  bei     moderner
Kampffuehrung unter  normaler wie  auch   atomarer,  biologischer bzw.
chemischer Waffen etwas besser dran.   Er  muss    anfangs  nicht  zur
Front,  erst  wenn Menschenmaterial  knapp wird, ist auch er irgendwie
dran.

Diejenigen, die  voller Entbehrungen   das  "Freie Arbeitsverhaeltnis"
mit seiner  Laenge   von 25   Monaten  hinter   sich gebracht   haben,
werden die Letzten sein,  welche mit  dem  realen Krieg  in Beruehrung
kommen. Nicht zuletzt,  weil  sich der   Staat   ausrechnen kann,  wer
von  den "Zeugen Jehovas" u.ae. sich mob-beordern laesst: Keiner.

Daher hat der Spruch  der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden
(SOdZDL, eine  Organisation  von  KDVern):  "_Ehemalige  und derzeitige_
_Zivildienstleistende,    verweigert      den    Krieg!_"      nie    an
Aktualitaet verloren.

CIAO bis demnaechst!

             Online (Mails >16kB):  Daimos@copa.berlinet.de
        Fido: Thomas Becker@2:249/1030.24 Maus: Thomas Becker@L2
   _Hinweise zum schriftlichen / muendlichen Anerkennungsverfahren KDV_

--- CrossPoint v3.1
 * Origin: Verweigerer sind die besseren Krieger... (2:249/1030.24)
